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Stadträtin Gaál: 1 Million Euro für Wiener MieterInnen gespart

„Die überaus erfolgreiche Kooperation zwischen Mietervereinigung und der MieterHilfe der Stadt Wien zeigt deutlich, dass viel zu viele Wienerinnen und Wiener im privaten Altbau überteuerte Mieten bezahlen. Ich empfehle allen Mieterinnen und Mietern, sich bei Fragen an die MieterHilfe zu wenden. Sei es aufgrund zu hoher Mieten, unerlaubter Lagezuschläge, Wohnungsspekulation oder überhöhter Maklergebühren: Die Stadt Wien ist verlässliche Partnerin und die erste Adresse, wenn es ums faire, bezahlbare Wohnen geht“, so Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

Im Schnitt 2.520 Euro jährliche Ersparnis

„Bei der vier Monate laufenden Aktion stellte sich bei 500 Mietzinsüberprüfungen im Altbau heraus, dass 400 der überprüften Mieten und somit 80 Prozent deutlich zu hoch sind. Das sind 4 von 5 Mieten im Altbau“, zieht Christian Bartok, Leiter der MieterHilfe der Stadt Wien, Bilanz.

Im Schnitt werden rund 210 Euro monatlich (3,50 Euro pro Quadratmeter) in Wiens Altbauwohnungen zu viel bezahlt. Die MieterHilfe der Stadt Wien hat in einer gemeinsamen Aktion mit der Mietervereinigung Österreichs (MVÖ) in 130 Fällen eine amtliche Überprüfung der Miete empfohlen. Die Mietzinsüberprüfung führt allerdings nicht nur zu einer künftigen Ersparnis, sondern es kann auch die zu viel bezahlte Miete der letzten Jahre von VermieterInnen zurückgefordert werden. In absoluten Zahlen sind das 2.520 Euro jährlich und 7.560 Euro als durchschnittliche Rückforderung für die letzten Jahre.

Das ergibt eine Gesamtersparnis von rund 1 Million Euro für MieterInnen in 130 Fällen durch die Beratung der MieterHilfe und die Aktion mit der MVÖ!

In weiteren 270 Fällen sprachen sich die ExpertInnen der MieterHilfe ebenfalls für eine amtliche Überprüfung des Mietzinses aus. Die aktuellen MieterInnen wollen aber aufgrund der Befürchtung, ihre Wohnung zu verlieren, noch abwarten, weil sie sich in einem befristeten Mietverhältnis befinden und einen entsprechenden Antrag erst später stellen.

Prozessfinanzierer hätten rund 500.000 Euro abkassiert

„In den überteuerten Altbaumieten wittern sogenannte ,Prozessfinanzierer‘ ein lukratives Geschäftsfeld. Diese Firmen verlangen von Kundinnen und Kunden hohe Prozentsätze des zurückgeforderten Betrags als Provision. Und das nicht nur für zu viel bezahlte Miete in der Vergangenheit, sondern auch für die künftige Ersparnis – bis zu drei Jahre im Voraus.“, betont MieterHilfe Leiter Christian Bartok.

Der Vergleich macht sicher: Prozessfinanzierer hätten von den MieterInnen, die im Rahmen der Aktion von MieterHilfe und Mietervereinigung betreut wurden, insgesamt rund 500.000 Euro an Provision abkassiert. Das sind durchschnittlich 25 Prozent für die Rückforderung der letzten drei Jahre und die Mietersparnis für die nächsten drei Jahre im Voraus.

Beispiel für Provisionsforderung von Prozessfinanzierern:

Beispiel 1

Zu viel bezahlte Miete pro Monat210 Euro 
Zu viel bezahlte Miete pro Jahr   2.520 Euro 
Rückforderung Miete (z.B. 3 Jahre) 7.560 Euro 
Künftige Ersparnis für 3 Jahre 7.560 Euro 
Berechnungsgrundlage für Prozessfinanzierer:15.120 Euro(Rückforderung + künftige Ersparnis)
Davon mindestens 25% Provision 3.780 Eurozu bezahlen an Prozessfinanzierer

 

Beispiel 2

Miete vor Überprüfung810 Euro
Miete nach Überprüfung 600 Euro
Ersparnis
210 Euro
Rückforderung an den Vermieter für die letzten 3 Jahre  7.560 Euro
Ersparnis für die nächsten 3 Jahre (mtl. 210,- x 36 Monate)7.560 Euro
Gesamtersparnis für die/den MieterIn 15.120 Euro

 

Von diesen 15.120 Euro verlangen die Prozessfinanzierer ihre Provision, die bis zu 45 Prozent betragen kann. Die/der MieterIn erhält in diesem Fall – nach Abzug der Provision von 6.804 Euro – statt rund 7.560 Euro nur mehr 756 Euro!

MieterHilfe unterstützt kostenlos, kompetent und konsequent

Die MieterHilfe ist eine kostenlose Serviceeinrichtung der Stadt Wien und berät WienerInnen in allen rechtlichen Fragen rund um das Thema Wohnen.

Der ebenfalls kostenlose Mietenrechner steht rund um die Uhr für einen ersten Check der Miete unter https://mieterhilfe.at/ zur Verfügung.

Ein Betriebskostenrechner und ein Lagezuschlagsrechner stehen MieterInnen ebenso online, für eine Ersteinschätzung, zur Verfügung. Sollte sich bereits beim Online-Check herausstellen, dass man zu viel Miete bezahlt, lohnt sich jedenfalls ein persönlicher Beratungstermin bei der MieterHilfe.

Nach dem Beratungsgespräch und der Überprüfung der Miete durch die ExpertInnen der MieterHilfe, können die weiteren Schritte gemeinsam besprochen werden.


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